Page 50

Fratz&Co Oktober 2013

www.fratz.at 50 fratz&co 05/2013 baby fratz Fotos: Hersteller 3. Monat Hilfe, ich will hier rauuuuuuuuus! Nicht einmal Daumen lutschen kann man hier drinnen in Ruhe, weil es so eng ist, dass man ständig irgendwo anstößt. Langsam wird es echt Zeit, von hier abzuhauen. Auch von draußen kommt nicht viel Spannendes. Mama scheint ja echt zu glauben, dass sie mich mit sanften Klängen locken kann … Neulich hat sie mir wieder die Musik von ihrem Liebling, diesem Mozart vorgespielt und auch noch dazu gesungen. Wenn ich hier nur ein bisschen mehr Platz hätte, hätte ich mir gleich die Ohren zugehalten. Aber so musste ich das Gedudel ertragen. Ein paar Stöße mit meinen Füßen konnte ich mir ja nicht verkneifen. Erst als ich Papa sagen hörte: „Schau, wie ihr das gefällt, sie tanzt schon mit“, habe ich schnell mit dem Kicken aufgehört. Wenn meine Eltern meine Wünsche auch noch so missverstehen, wenn ich erst einmal „auf der Welt“ bin (so nennen sie das jedenfalls immer und ihre Stimmen werden dann ganz erwartungsvoll), dann kann das ja heiter werden. Da ist die Geräuschkulisse meines Papas gleich etwas anderes. „Tooooor!“ hab ich ihn neulich brüllen hören. Keine Ahnung, was er damit schon wieder meinte – klang aber sehr interessant, fand ich. Und dann das Geschrei, das auf sein „Tooooor“ folgte … Ich hab gleich einmal einen Trommelwirbel mit meinen Händen und Füßen beigesteuert. Aber die da draußen haben mich gleich wieder völlig falsch verstanden und Mama hat richtig geschimpft mit meinem Papa: „Georg, nicht so laut, Marie mag das gar nicht …“ Ach Mama, sag bloß nicht, Du besorgst mir Fußballschuhe in Rosa!! Beim nächsten Foto-Shooting sollte ich mich wohl besser in Position bringen, sonst heiße ich am Ende noch „der Marie“ … Mamas Befinden Hören Sie in sich hinein und auf die eigenen Bedürfnisse. Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, ein wenig Schonung ist dennoch angesagt. So sollten Sie jetzt nicht schwer heben, auch auf Leitern in Haushalt oder Garten sollte nicht gekraxelt werden. Generell gilt: Kein Stress! Die hormonelle Umstellung sowie ganz natürliche Ängste und Zweifel machen vielen werdenden Müttern genug zu schaffen. Bachblüten können bei Stimmungsschwankungen helfen. Und: Die Welt müssen Sie jetzt nicht erobern. Besser: Ruhige Stunden mit sich verbringen, entspannen. Was jetzt im eigenen Körper vor sich geht, ist ein wahres Wunder. Für dieses sollte man sich Zeit nehmen! Wer die Schwangerschaft bewusst erleben kann, genießt sie umso mehr und die Freude auf das Baby wächst und reift. Nicht nur die Bedürfnisse der Seele, auch die des Körpers sollten jetzt ernst genommen werden. Nicht umsonst hieß es bei unseren Omas: „Jedes Kind ein Zahn.“ Daher: den Zähnen und dem Zahnfleisch die nötige Aufmerksamkeit widmen. Infolge der Hormonumstellung in der Schwangerschaft wird das Zahnfleisch weicher, was zu Problemen wie Zahnfleischentzündung führen kann. Homöopathische Mittel können Besserung herbeiführen, entscheidend ist aber auch die Aufnahme von Kalzium - der Bedarf erhöht sich jetzt auf das über Dreifache wie sonst -, Magnesium, Vitamin D. Reichlich Obst und Gemüse, aber auch fettarme Milch und Joghurt, öligen Fisch wie Sardinen oder Lachs, Huhn, Eier, braunen Reis zu essen, lohnt sich. Verwöhnen Sie Ihre Haut mit einer Extra-Portion Pflege. Brüste und Bauch immer gut eincremen oder –ölen, um Dehnungsstreifen vorzubeugen. Auch Bewegung an der frischen Luft hebt das Wohlbefinden. Wichtig: Übertreiben Sie nicht. Geeignet sind Wandern, Walking, aber auch Schwimmen oder schonende Gymnastik. Schwangerschaftsgymnastik ist die ideale Bwegungsform, die sanft auf die Veränderungen im weiblichen Körper eingeht und auf die Geburt bzw. die Zeit danach vorbereitet. Die Kräftigung des Beckenbodens (spezielle Übungen!) ist jetzt gefragt. Das Baby im Bauch Die Organe des Babys entwickeln sich. Mit der 12. Woche sind diese voll ausgebildet. So hat der Embryo nun Kopf, Bauch, Arme, Beine, Hände, Zehen, Augen und Mund, sowie die inneren Organe. Er gleicht nun schon ganz einem Menschen im Kleinformat, wie er noch zart und zerbrechlich im Fruchtwasser schwimmt. Und wie groß ist er jetzt? Der Kopf hat bereits einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern, vom Scheitel bis zur Sohle misst er bei fünf Zentimetern bei einem Gewicht von ca. 30 Gramm in der 10. Woche. Fortsetzung folgt! Fragen über Fragen „Das große Mama Handbuch“ liefert die wichtigsten Antworten für werdende und frischgeborene Mütter. www. koesel-verlag.de


Fratz&Co Oktober 2013
To see the actual publication please follow the link above