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Fratz&Co Oktober 2013

Natur pur“ oder „Bio- Kosmetik“- Beautylabels verschiedenster Preis- und Qualitätsklassen werben immer wieder mit Slogans wie diesen. Allerdings: Je größer die Auswahl wird, desto mehr steigt die Unsicherheit der Konsumenten. Welche Bestandteile sind wirklich natürlichen Ursprungs, wofür steht der Begriff Naturkosmetik und wie viel „nicht-Natur“ muss sein, um die Produkte zumindest für einen gewissen Zeitraum haltbar zu machen? „Die Verwendung des Begriffes allein ist noch lange kein Qualitätskriterium,“ meint Adam Antal, Unternehmenssprecher der Wala Heilmittel GmbH, die unter anderem die Marke „Dr. Hauschka“ auf den Markt bringt, Vielen Produkte basieren auf konzentrierten Blütensubstanzen „denn Naturkosmetik ist kein rechtlich geschütztes Markenzeichen. Wenn man sicher gehen will Pflegeprodukte einzukaufen, deren Wirkstoffe zumindest überwiegend aus ökologischem Anbau gewonnen wurden, sollte man sich Extrakt an den Zertifikaten auf der Verpackung orientieren, wobei es sehr nützlich ist, sich vor dem Kauf auch zu informieren, nach welchen Kriterien diese ausgestellt werden bzw. was die Gütesiegel im Einzelnen bedeuten.“ Man sollte wirklich genau hinschauen, denn manche Zertifikate teilen sich auch in unterschiedliche Kategorien: „NaTrue“ beispielsweise, eine Kennzeichnung, Fotos: Goodluz by Shutterstock.com, Hersteller family fratz 43 fratz&co 05/2013 die vom Deutschen Industrieverband „Körperpflege und Waschmittel“ in Kooperation mit einigen führenden Naturkosmetik-Herstellern eingeführt wurde, ist sogar in drei Ka- und Duftölen. tegorien eingeteilt. Ein Stern bedeutet „BDIH“-Standard. Das ist das derzeit am stärksten verbreitete Siegel im deutschsprachigen Raum, dessen Verleihung unter anderem voraussetzt, dass keine waschaktiven Tenside, Silikone, Paraffine oder andere Erdölprodukte verwendet werden dürfen, ein überwiegender Anteil pflanzlicher Rohstoffe aus zertifiziertem ökologischem Anbau gewonnen werden muss und keine Tierversuche erfolgen dürfen (nähere Infos dazu unter www.kontrolliertenaturkosmetik. de). Nun ist das ja alles schön und gut, aber wir haben uns trotzdem gefragt, ob man nicht doch auch chemische Konservierungsmittel braucht um ein Produkt haltbar zu machen. Die unabhängige „Verbraucher Initiative e. V.“ ist nämlich zu folgendem Schluss gekommen: „Konservierungsmittel können oft Ursache von Hautunverträglichkeiten und allergischen Reaktionen sein, manche von ihnen Vielfältig Naturkosmetik gibt es für jeden Hauttyp. Wichtig: gut verschließen, weil auf Konservierungsmittel verzichtet wird. www.fratz.at


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