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Fratz&Co Oktober 2013

www.fratz.at Kommt Ihnen das bekannt vor? Das Kind ist da, Sie und Ihr Partner / Ihre Partnerin rotieren wie hektisch gewordene Planeten rund um den kleinen Fixstern Ihres Lebens. Zeit für einander? Null. Gelegenheit für Gespräche? Kaum. Schäferstündchen voll Romantik und Leidenschaft? Geschichte. Mit einem Wort: Sie nähern sich unaufhaltsam dem Punkt, an dem Sie sich für eine Abzweigung an Ihrem Weg entscheiden werden müssen: Nehmen Sie die Biegung für ein Leben mit oder ohne Ihren Partner / Ihre Partnerin und wenn Sie sich für eine gemeinsame Zukunft entscheiden, wie soll diese jetzt noch funktionieren? Damit es gar nicht so weit kommt, dass man sich darüber den Kopf zerbrechen muss, hat Mental- und Beziehungscoach Roman Braun Tipps zu fünf wesentlichen Problemfeldern zusammengestellt. Roman Braun ist Bestseller Autor, Mastercoach der ICF und NLP Mastertrainer bei Trinergy in Wien. Informationen unter In unserer „Paarberatung“ Zur Person www.trinergy.at thematisiert er die Fragen und Sorgen des Paares Peter und Maria K. stellvertretend für viele andere Paare. Damit mit viel Verständnis und Offenheit die Gemeinsamkeit über dem Trennenden stehen kann. Fokus der Partnerschaft Peter K. denkt: Der Stolz eines jeden Vaters ist sein Kind, das steht fest. Den Großteil der Zeit widmen wir unserem Kleinen. Wenn ich ganz ehrlich bin, fühle ich mich von meiner Partnerin vernachlässigt. Roman Braun analysiert: Du fühlst dich benachteiligt. Das ist nachvollziehbar. Zeige Verständnis für die Situation deiner Partnerin und schätze ihre Taten. Das Wohl eurer Partnerschaft ist der Grundstein für das Wohl des Kindes. Euch Zeit zu zweit zu gönnen, ist legitim. Es nimmt Druck vom Kind, wenn ihr es „neben“ euch, statt „in eure Mitte“ stellt. Vergiss nie, dass sie nicht auf dich verzichtet. Eure Beziehung hat Vorrang und ist der Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis. Maria K. denkt: Das Kind ist das Wichtigste in unserem Leben. Es ist unsere Pflicht als Eltern, ihm unsere volle Aufmerksamkeit, Kraft und Liebe zu schenken. Sich zu viel Zeit zu zweit zu gönnen, wäre unverantwortlich. Roman Braun analysiert: Diese guten Absichten, die sich in diesen Gedanken widerspiegeln, entstanden im Laufe der Jahre und sind als kulturelle Norm fest in unserer Gesellschaft verankert. Wichtig ist jedoch die Tatsache, dass sie kontraproduktiv sind. Das Kind in den Mittelpunkt eurer Beziehung zu stellen, erzeugt, wie bereits erwähnt, Unmengen an Druck, denn Mann und Frau verzichten auf ihr eigenes Glück und verlangen in der Folge später von dem Kind, dass es fantastisch wird. Haltet euch vor Augen: Partnerschaft hat Vorrang. Das Kind verdankt euch sein Leben und die Fortdauer eurer glücklichen Partnerschaft ist ein Sicherheitsgarant für euer Kind. Momentan braucht euch das Kind mehr. Die Partnerschaft steht jedoch immer an erster Stelle. family fratz fratz&co 05/2013 31


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