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fratz&co Ausgabe 02 2016

Familie ✽Die Nachrichten berichten rund um die Uhr davon, die Bilder sind kaum aus dem Kopf zu bekommen: Terror, zerstörte Gebäude, Menschen auf der Flucht, heimatlose Familien, Angst ... Da stellt sich mir als Mama die Frage: „Wie kann ich meiner vierjährigen Tochter erklären, was da gerade passiert?“ Der erste Reflex: Diese Bilder soll mein Kind nicht sehen müssen. Möglichst lange will man es vor Katastrophen, Tod, der Grausamkeit von Krieg, Terror und Hass beschützen. Eigentlich will man gar nicht darüber sprechen. Doch dann sehen die Kinder die Bilder in Zeitungen und im Fernsehen, sehen Flüchtlinge am Straßenrand, bekommen mit, dass der Papa die Arbeit verloren hat und wollen wissen: Was ist da passiert? Und auch die, die „nur“ Gesprächsfetzten aufschnappen, kriegen viel mehr mit, als wir denken. Sie sehen verstörende Bilder, hören Wörter wie „Ausnahmezustand“, „Krieg“ oder „Katastrophe“ und auch wenn sie diese noch nicht verstehen, versuchen sich daraus irgendwas zusammenzureimen. Was geht in den Kindern vor? Vorschulkinder zwischen drei und sechs Jahren reagieren auf die beängstigenden Veränderungen häufig sehr emotional, indem sie schnell große und teilweise irrationale Ängste entwickeln. Das liegt vor allem daran, dass sie Fantasie und Realität noch nicht gut trennen können. Sie sorgen sich vor allem, dass ihnen und ihrer Familie etwas Ähnliches zu- fratz&co 02/2016 7 Fotos: mangostock by Shutterstock.com


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