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fratz&co Ausgabe 02 2016

fratz&co 02/2016 Familie 10 Fotos: Sheftsoff Stock Photo by Shutterstock.com Tipp 2: Es ist falsch zu sagen: „Du brauchst keine Angst haben“ Kinder sehen ihre Eltern als Beschützer – und diese sollten auch wissen, dass Mama und Papa immer auf sie aufpassen. Das heißt aber nicht, dass Eltern den Kindern alles Schlimme im Leben ersparen oder von ihnen fernhalten können. Natürlich sollten Eltern dennoch keine Panik machen, aber wenn Sie Ihrem Kind vermitteln, alles sei in Ordnung, ist das wenig hilfreich, auch wenn Sie Ihr Kind damit nur schützen wollen. Erklären Sie dem Kind, dass Sie selbst unsicher sind, aber dass Polizei und Behörden für alles tun, um Terroranschläge o.ä. zu vermeiden. Älteren Kindern können Sie weiters sagen: „Ich werde mich informieren, was wir tun können. Denn ich weiß, dass es Menschen gibt, die helfen.“ Tipp 3: Kindernachrichten gemeinsam schauen Wenn Sie meinen, vielleicht nicht die richtigen Worte zu finden, schauen Sie mit den Kindern gemeinsam Kindernachrichten. Viele Plattformen im Internet bereiten Nachrichten für Kinder unterschiedlicher Altersstufen verständlich und kindgerecht auf. Tipp 4: Gefühle mitteilen, aber Sorge nicht übertragen Viele Eltern versuchen ihren Kindern gegenüber stark zu sein und so zu tun, als hätten sie alles im Griff. Dahinter steht die gute Absicht, das eigene Kind schützen zu wollen. Da Kinder aber sehr feine Antennen haben und spüren, wenn Eigene Ängste nicht über tragen Belasten Sie Ihre Kinder nicht, sondern erklären Sie Ihre Sorgen die Eltern sich Sorgen machen, verunsichert sind oder eigene Ängste haben, ist es ratsamer, dem Kind die eigenen Gefühle zu erklären. Es ist verständlich für sie, dass Eltern besorgt sind. Allerdings sollte man die Kinder mit den eigenen Bedenken nicht belasten, denn das würde sie massiv überfordern und folglich in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Besser ist es mit anderen Erwachsenen über die eigenen Ängste zu sprechen – oder sich professionelle Unterstützung in Form von Beratung, Coaching oder Therapie zu suchen. Tipp 5: Vermitteln Sie Toleranz Nutzen Sie die Veränderungen der Gegenwart als Chance mit Vorurteilen und Hass aufzuräumen. Kleinkinder haben keine Feindbilder und nehmen Unterschiede zwischen Menschen zwar wahr, bewerten diese aber noch nicht. Vermeiden Sie es also, fixe Rollenbilder über Menschenbilder hinsichtlich Rasse, Nationalität und Religion zu äußern. Nutzen Sie satt dessen lieber die Gelegenheit, Toleranz zu vermitteln und erläutern Sie gegenüber den Kindern die Problematik von Vorurteilen.


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